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Die Medium Access Control (MAC, engl.Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) entworfene Erweiterung des Open Systems Interconnection Reference Model (OSI-Modell). Das IEEE unterteilte die zweitunterste der sieben Schichten des OSI-Modells in die Unterschichten Media Access Control und Logical Link Control, wobei die MAC die untere der beiden ist. Das OSI-Modell ordnet die in einem Rechnernetz benötigten Hardware- und Softwareteile in insgesamt sieben Schichten ansteigender Komplexität an. Je höher eine Schicht liegt, desto weniger interessiert sie sich für den technischen Ablauf der Datenübertragung und umso mehr ist sie mit dem eigentlichen Inhalt der Daten beschäftigt. Die MAC ist die zweitunterste Schicht und umfasst Netzwerkprotokolle und Bauteile, die regeln, wie sich mehrere Rechner das gemeinsam genutzte physikalische Übertragungsmedium teilen. Sie wird benötigt, weil ein gemeinsames Medium nicht gleichzeitig von mehreren Rechnern verwendet werden kann, ohne dass es über kurz oder lang zu Datenkollisionen und damit zu Kommunikationsstörungen oder Datenverlust kommt. Im ursprünglichen OSI-Modell war eine solche Konkurrenz um das Kommunikationsmedium nicht vorgesehen, weshalb die MAC dort nicht enthalten ist. ZugriffsartenJe nach Umsetzung der MAC findet der Zugriff auf das Medium kontrolliert oder konkurrierend statt. Kontrollierter Zugriff (engl. collision avoidance) bedeutet, dass der Zugriff auf das Medium so geregelt wird, dass keine Kollisionen auftreten können. Ein alltägliches Beispiel ist der Schulunterricht: Viele Schüler möchten reden, wenn sie das gleichzeitig tun versteht man aber nichts. Deshalb melden sich die Schüler und der Lehrer bestimmt, wer reden darf. In diesem Fall wird die MAC durch einen zusätzlichen Kommunikationskanal umgesetzt, denn zusätzlich zum akustischen Datenübertragungsmedium Schall kommt hier das visuelle Synchronisationsmedium Licht. Ausgeklügelte Netzwerkprotokolle machen zusätzliche Kommunikationskanäle überflüssig. Konkurrierender Zugriff (engl. collision resolution) bedeutet, dass jeder auf das Medium zugreifen darf und es Regeln gibt, wie Kollisionen ohne Komplikationen behandelt werden. Ein Beispiel für ein derartiges Protokoll ist CSMA/CD. Ein Beispiel für diese Zugriffsart ist im Alltag bei Telefongesprächen anzutreffen: Beginnen die Partner gleichzeitig zu sprechen, so hören sie sofort auf, jeder wartet eine zufällige Zeitspanne lang und wer zuerst wieder beginnt zu reden, hat das Wort. Multiplex und Multiple AccessDie MAC-Schicht ist diejenige Schicht, in denen Multiplexverfahren, also Multiplexing und Multiple Access, umgesetzt werden. Multiplexing nennt man Verfahren, die Signale mehrerer Endgeräte in einem Multiplexer zu einem gemischten Signal bündeln und am Zielort von einem Demultiplexer wieder in Einzelsignale zerlegen lassen. Da Multiplexer und Demultiplexer physische Bauteile sind, wird hier der konkurrierende Medienzugriff durch Hardware gesteuert. Multiple Access nennt man Verfahren, die dieselbe Funktionalität über geeignete Netzwerkprotokolle, also Software ohne zusätzliche Hardwareteile wie Multiplexer und Demultiplexer, bieten. Liste bekannter MAC-Protokolle
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